Untergrundvorbereitung im Altbau
Im ersten Arbeitsgang entfernen Sie alle alten Tapeten restlos. Kleisterreste sowie Leim- & Ölfarben werden abgewaschen und entfernt. Putzausbesserungsstellen werden mit SELISO-Isoliergrund bearbeitet, um am nächsten Tag die gesamte Fläche mit SELISO-Isoliergrund satt überzurollen. Der Isoliergrund ist nicht zu verdünnen!!! Er ist ausschließlich mit einer Schaumgummiwalze satt aufzutragen. Ein anderes Werkzeug wird nicht benötigt. Nach 24 Stunden wird die gesamte Fläche mit SELISO-Streichputz überrollt. Der Streichputz ist mehrmals mit einem sauberen Holz umzurühren, damit der im Streichputz enthaltene Quarzsand gleichmäßig verteilt bleibt und sich nicht am Boden absetzt. Es ist darauf zu achten, dass der Streichputz deckend aufgetragen wird und eine reinweiße Fläche ergibt. Gegebenenfalls ist mit dem Pinsel nachzubessern. Von besonderer Wichtigkeit ist der enthaltene Quarzsand. Fehlt dieser auf der Wand auch nur stellenweise, gestaltet sich der Auftrag des Baumwollputzes mit der Glättekelle äußerst schwierig, da das Baumwollputzmaterial beim Auftrag auf der Wand verrutscht. Nach weiteren 24 Stunden können Sie mit der Beschichtung des Baumwollputzes beginnen.
Bei der Beschichtung von Lehmwänden und undefinierbaren Untergründen ist eine Probebeschichtung mit der Flüssigtapete/Baumwollputz vorzunehmen, damit tatsächlich keine Partikel in die flüssige Tapete durchschlagen. Wir empfehlen Ihnen im Vorfeld testweise nur 1-2 m² Flüssigtapete auf die Wand aufzutragen. Warten Sie 4-6 Stunden, ob sich im Baumwollputz Flecken bilden. Sollte dies der Fall sein, ist die Wand oder Decke nicht ausreichend mit Isoliergrund behandelt worden. Tragen Sie nochmals SELISO-Isoliergrund auf.
Untergrundvorbereitung im Neubau
Die mit farbigen Stiften angebrachten Hinweiszeichen für Steckdosen und Heizkörper sind mit grobem Schleifpapier zu entfernen und mit SELISO-Isoliergrund überzurollen. Danach wird wie beim Altbau weiterverfahren.
Verarbeitung der flüssigen Tapete:
Die flüssige Tapete wird in einer sauberen Kunststoffwanne mit den Dekorfasern langsam im trockenen Zustand von Hand gemischt. Danach wird eine Wassermenge von 10-12 Litern in die Kunststoffwanne gegeben und der Baumwollputz/Flüssigtapete von Hand gut durchgeknetet. Es kommt warmes Wasser (bis ca. 40°C) zum Einsatz, somit wird sichergestellt, dass das Bindemittel sich gut auflöst. Benutzen Sie kein Rührwerk, da die Baumwollfasern bei stark rotierendem Werkzeug zerschlagen werden könnten. Nach 40-60 Minuten Standzeit ist die Mischung verarbeitungsfähig. Stellen Sie sicher, dass keine klar durchsichtigen Kügelchen (Bindemittel) mehr vorhanden sind. Sollte dies dennoch der Fall sein, ist die Baumwollputzmischung noch einmal gut durchzurühren. Die richtige Konsistenz der Mischung ist erreicht, wenn bei Schräghaltung (ca. 45°) der Kunststoffglättekelle der Baumwollputz zu rutschen beginnt. Die Kunststoffglättekelle sollte angeraut und die Ecken abgerundet sein. Nun können Sie mit der Beschichtung der flüssigen Tapete beginnen.
Sie beginnen den Auftrag der Flüssigtapete/Baumwollputz aus Ecken und schwer zugänglichen Stellen heraus. Beachten Sie hierzu auch unsere Tipps und Tricks und Hinweise zu den verschiedenen Vorbehandlungen der Untergründe.
Hinweis für Herbst-Winter-Frühjahr:
Ist keine ausreichende Beheizung vorhanden, sollte bei nasskaltem Wetter immer nur eine Wand der flüssigen Tapete angelegt werden. Nach Trocknung der Flüssigtapete fahren Sie mit der nächsten Wand fort. Bitte beachten Sie, dass pro m² Wand- oder Deckenfläche zzgl. zum Material ca. 2 Liter Wasser aufgetragen wurden, welches verdunsten muss. Werden bei feuchtem Wetter die Fenster zum Lüften geöffnet, kommt feuchte Luft herein und der Baumwollputz braucht zum Trocknen längere Zeit. In dieser Zeit könnten im Putz versteckte Schmutzstellen, trotz Isolierung, durchschlagen. Die Trocknungszeit der Flüssigtapete sollte daher so kurz wie möglich gehalten werden. Es bietet sich an, einen Luftentfeuchter einzusetzen. Zur besseren Luftzirkulation empfehlen wir das Aufstellen eines Ventilators.
Wichtige Hinweise zu Gipskartonplatten grün oder grau !!!
Die Vorbehandlung von Gipskartonplatten unterliegt einer besonderen Sorgfaltspflicht. Wenn keine ordnungsgemäße Vorbereitung erfolgt, wird das Ergebnis Ihrer Arbeit nicht von Zufriedenheit gekrönt sein.
Bitte gehen Sie wie folgt vor:
Der Auftrag des Isoliergrundes erfolgt mit einer Schaumgummiwalze. Damit der Isoliergrund erst einmal auf Wand oder Decke haften bleibt, empfehlen wir den Einsatz einer Pump- bzw. Sprühflasche, die ein kontinuierliches Aussprühen ermöglicht. Mit dem Auftragen per Rolle kann begonnen werden, sobald der Isoliergrund Tropfen bildet. Wenn Sie eine Decke behandeln, ist das Tragen einer Staubmaske ratsam, da ein geringer Sprühnebel zu Boden fällt. Der Sprühnebel ist gesundheitlich unbedenklich, jedoch in der Nase unangenehm. Rollen Sie den Isoliergrund satt auf. Das Papier auf der Gipskartonplatte wird somit leicht angefeuchtet. Wenn Sie mit dem Auftrag fertig sind, bearbeiten Sie bitte noch einmal die bereits behandelte Fläche. Das Papier der Gipskartonplatte ist nun saugfähig. Rollen Sie den Isoliergrund wieder satt auf. Geizen Sie nicht mit dem Material, die Gipskartonplatte muss gut gesättigt sein, so dass keine Farbpartikel nach dem Auftrag der flüssigen Tapete durchschlagen können. Nun beachten Sie bitte die Trocknungszeit von 24 Stunden. Beginnen Sie keinesfalls früher mit dem nächsten Anstrich!!!! Der Isoliergrund könnte zwar nach wenigen Stunden schon handtrocken sein, jedoch ist der Anstrich noch nicht durchgetrocknet und ausgehärtet. Nach den 24 Stunden erfolgt der nächste Anstrich mit Isoliergrund. Sie werden sicherlich feststellen, dass der Untergrund so gut wie gesättigt ist und kaum noch Flüssigkeit aufnimmt. Die wenigen Stellen, die beim Erstanstrich noch nicht mit Isoliergrund benetzt worden sind, werden nun mit diesem Anstrich auch miterfasst.
Beginnen Sie nach weiteren 24 Stunden mit dem Auftrag des Streichputzes. Anschließend ist wieder die Trocknungszeit von 24 Stunden einzuhalten. Achten Sie bitte darauf, dass die Wand gleichmäßig weiß ist und keine Farbunterschiede in sich selbst aufweist. Es hat sich bewährt, auf Rigipsplatten erst dünn den Streichputz aufzutragen. Ist der Erstanstrich nach einigen Minuten handtrocken, können Sie den Endanstrich deckend weiß vornehmen.
Halten Sie zwingend diese Verarbeitungshinweise ein und das Arbeitsergebnis wird nach Ihren Vorstellungen ausfallen. Aus Sicherheitsgründen ist nach vorstehender Anleitung auch mit undefinierbaren Untergründen oder mit sehr alten Putzen zu verfahren.
Sicherheitshinweis: Wenn unsere angebotenen Grundierungsmittel auf bereits vorhandene Anstriche (Haft- oder Putzgrund, Tapetenwechselgrund) aufgetragen werden, ist immer erst eine Probebeschichtung der Flüssigtapete auf einer kleinen Fläche vorzunehmen, um eine Fleckenbildung rechtzeitig zu erkennen. Da uns die Zusammensetzung der eventuell bereits vorhandenen Anstriche nicht bekannt ist, können wir keine Garantie für das Endergebnis übernehmen.
Wichtige Hinweise zu REHAU-Unterwandheizkörper !!!
Um die flüssige Tapete auf REHAU-Unterwandheizkörper aufzutragen, benötigen Sie einen speziellen Isolieranstrich. Ein REHAU-Unterwandheizkörper besteht aus Rigipsplatten, in denen kleine Heizröhrchen zum Transport des erhitzten Wassers verbaut sind. Rein äußerlich unterscheiden sie sich nicht von normalen Rigipsplatten. Insbesondere auf diesen Flächen verfärbte sich die Flüssigtapete.
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Anrühren . . .
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Aufspritzen . . .
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